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Solidarischer Umgang

Solidarischer Umgang

Wir wollen auf dem Camp solidarisch miteinander umgehen. Dafür werden wir Mitte August zu den verschiedenen Themen Entscheidungen treffen. Bis dahin findet ihr die Informationen vom letzten Jahr.

Awareness

Das verstehen wir unter Awareness:

Awareness bedeutet so viel wie Achtsamkeit oder Bewusstsein. Zum Beispiel für die Bedürfnisse anderer Menschen, für Ungerechtigkeiten und Ausgrenzung. Wir wünschen uns Räume, in denen sich jede*r wohlfühlt.

In der Gesellschaft in der wir leben wird Diskriminierung und sexualisierte Gewalt in vielen Fällen geduldet und strukturell wiedergegeben. Das bedeutet, dass es kein individuelles Problem ist und dass es keine Einzelfälle sind. Auch die Klimagerechtigkeitsbewegung ist davon nicht ausgenommen. Aber wir wollen diese Ausgrenzung und Gewalt hier nicht dulden. Wir haben Absprachen getroffen, was wir dagegen tun können. Das nennen wir unser Awareness-Konzept.

Wir wollen mit diesem Awareness-Konzept zum einen Aufmerksamkeit schaffen und zum anderen in Fällen von Diskriminierung und sexualisierter Gewalt unterstützen. Mehr dazu weiter unten.

Räume auf dem Camp:

Das Camp ist in verschiedene Bereiche aufgeteilt. Es gibt einen Schlaf- und Zeltbereich. Dies ist ein drogenfreier Raum. Hier findet ihr auch das Awarenesszelt.

Im Campbereich gibt es einen Awareness-Infotisch und einen drogenfreien Ruhebereich. Hier kannst du hingehen, wenn du Ruhe brauchst. In allen nicht explizit drogenfreien Räumen gilt die Drogen-Policy des Camps. Bitte frage die Menschen um dich herum, auch bevor du ein Bier trinkst oder eine Zigarette rauchst.

Wer wir sind:

Wir? Damit ist das Awareness-Team gemeint. Wir sind Aktivist*innen. Wir haben verschiedene Erfahrungen gemacht. Wir haben uns vor dem Camp und darüber hinaus mit Awareness, Diskriminierung und sexualisierte Gewalt beschäftigt.

Was wir machen:

Unterstützung nach Erfahrungen von sexualisierter Gewalt und Diskriminierung

Diskriminierung gehört leider zum Alltag vieler Menschen. Wir unterstützen Dich, wenn Du sexualisierte Gewalt oder Diskriminierung erfahren hast oder gerade erfährst. Wir versuchen gemeinsam mit Dir Deine Sicherheit auf dem Camp wieder herzustellen. Wir sind als Ansprechpersonen für Dich da. Wir stellen Rückzugsräume bereit. Hier können Betroffene sich jederzeit zurückziehen.

Wir können kein langfristiges Unterstützungsangebot nach dem Camp bereitstellen. Gerne können wir bei Bedarf an weiterführende Unterstützungsangebote verweisen.

Emotionale Unterstützung nach Aktionen

Während Aktionen können emotional belastende Situationen entstehen. Deshalb ist es wichtig, dass ihr aufeinander achtet. Macht euch Gedanken über eure eigenen Grenzen. Manchmal kann die Bezugsgruppe das Erlebte nicht auffangen. Daher können Menschen, die emotionale Unterstützung brauchen, zu uns kommen.

Arbeit mit gewaltausübenden Personen

Unsere Arbeit richtet sich vor allem an betroffene Personen. Trotzdem können wir je nach Situation auch mit gewaltausübenden Personen arbeiten. Dabei werden die Bedürfnisse der betroffenen Person berücksichtigt.

Wo und wie du uns findest:

Wir sind zu bestimmten Uhrzeiten ansprechbar. Diese findest du am Infozelt. Du findest uns im Awareness-Zelt oder am Awareness Infotisch. Wenn wir auf dem Camp unterwegs sind, erkennst du uns an den lila Armbinden. Wir sind für euch per Mail (awareness@kesselbambule.de) oder unter der folgenden Handynummer: (Wird kurz vor dem Camp veröffentlicht)

Alkohol, Zigaretten und illegalisierte Drogen

Für das Klimacamp wünschen wir uns einen Ort, der Raum für alle Teilnehmer*innen bietet. Wir wissen, dass die Fragen rund um den Umgang mit Alkohol und bewusstseinsverändernden Drogen mitunter sehr kontrovers geführt werden und es etliche unterschiedliche Bedürfnisse, Erfahrungen und Notwendigkeiten im Umgang damit gibt. Wir haben die Normalität von Alkoholkonsum im Bündnis in Frage gestellt und hinsichtlich der Umsetzung auf dem Klimacamp diskutiert. In Anbetracht dessen, dass wir das Klimacamp vor allem auch als ein politisches Camp begreifen, sind wir zu folgendem Konsens gelangt:

I. Zum Umgang mit Alkohol:

Es wird unterschiedliche Bereiche auf dem Camp geben. Der Zeltbereich wird drogenfrei bleiben. Im Campbereich können Menschen niedrig prozentigen Alkohol wie Bier und Radler ab 19 Uhr trinken, außer im Ruhebereich Zelt, das ist ebenfalls komplett drogenfrei. Wir werden auf dem Campgelände selbst keinen Alkohol verkaufen. Die Raupe verkauft an einem sondergenutzten Ort. Generell setzen wir auf die Selbstverantwortung aller Teilnehmer*innen, einen bewussten Umgang mit dem Konsum von Alkohol während des Camps zu pflegen. Das heißt im Umkehrschluss: Kein hochprozentiger Alkohol. Stark alkoholisierte Menschen sind nicht erwünscht und Alkohol hat im Rahmen von Aktionen nichts zu suchen.

Diese Absprachen sind nicht in Stein gemeißelt. Sollten unsere (Schutz-, Awareness und Hygiene-) Strukturen und Konzepte über ihre Grenzen stoßen, behalten wir uns vor, die Regelungen gemeinsam im Bündnis den Gegebenheiten entsprechend anzupassen.

II. Konsum illegalisierter Drogen:

Auf dem Camp ist der Konsum aller illegalisierter Drogen nicht erlaubt: Wir müssen uns und unser Camp als politischen Raum vor Repressionen durch die Polizei und das Ordnungsamt schützen. Wir bitten euch, dies strikt zu befolgen.

III. Rauchen:

Für das Rauchen von Nikotin gilt: In allen Zelten und im Küchen- und Essensbereich ist rauchfreie Zone. Im Freien kann geraucht werden, aber fragt bitte vorher eure Mitmenschen, ob sie das stören könnte. Bringt euch Taschenaschenbecher mit und lasst eure Kippen nicht auf dem Gelände liegen.

Warum haben wir uns so entschieden?

Das Camp ist ein selbstorganisierter politischer Raum und kein Festival. Wir wollen uns vernetzen, diskutieren, uns bilden und gemeinsam in Aktion gehen. All dies erfordert ein klares Bewusstsein.

Wir erleben gerade eine Pandemie, die zwar im Moment wieder etwas abgeklungen ist, dennoch wollen wir verantwortungsbewusst miteinander umgehen und uns an ein entsprechendes Hygiene- und Infektionsschutzkonzept halten. Die Umsetzung ist auch mit nüchternen Teilnehmer*innen keine Kleinigkeit.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass vermehrter Alkoholkonsum leider viel zu oft zunehmend grenzverletzendes oder gewalttätiges Verhalten mit sich bringt. Es gibt vielerlei Erfahrungen mit dieser Problematik und wir wollen auch an dieser Stelle gegenseitige Achtsamkeit schaffen. Es wollen nicht alle Menschen ganz selbstverständlich mit Drogenkonsum konfrontiert sein. Und es gibt Menschen, die nicht konsumieren wollen und denen das schwer fällt. Das gilt es immer mitzudenken.

Wir bitten alle Teilnehmer*innen sich an diese Absprachen zu halten. Handelt selbstverantwortlich, setzt Euch bewusst mit dem auseinander was ihr tut und achtet aufeinander!

Infektionsschutz & Corona

Die Sicherheit aller am Kesselbambule Klimacamp 2022 beteiligten Personen ist uns ein zentrales Anliegen.

Auch wenn sich die Pandemielage vorerst entspannt hat, beendet ist die Pandemie nicht. Bitte seid also weiterhin rücksichtsvoll und solidarisch miteinander und gebt auf euch und einander Acht. In unserem Umgang orientieren wir uns an den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts. Bitte handelt verantwortungsbewusst und informiert euch, bevor ihr auf das Camp kommt, über das Infektionsgeschehen an eurem Wohn- bzw. Abreiseort und über die aktuell in Baden-Württemberg geltenden Bestimmungen.

Wir werden hier zeitnah eine Checkliste zum Umgang mit der Corona-Pandemie veröffentlichen. Bitte schaut kurz vor dem Camp nochmal hier vorbei.

Bis dahin findet ihr hier unsere Regelung vom letzten Jahr:

1. Kein Zutritt bei Symptomen, die auf eine COVID-19-Erkrankung hinweisen, oder bei einer nachgewiesenen Infektion

Wenn ihr aktuell oder in den vergangenen fünf Tagen an Symptomen eines Atemwegsinfekts, Fieber, Geruchs- oder Geschmacksverlust leidet oder euch krank fühlt, bleibt bitte zu Hause und richtet euch nach den Empfehlungen eurer Hausärzt*innen bzw. dem Gesundheitsamt.

2. Kein Zutritt zum Camp nach Kontakt mit SARS-CoV-2-Infizierten

Auch wenn ihr in den letzten 14 Tagen Kontakt zu SARS-CoV2 Infizierten hattet – bleibt zu Hause und kommt nicht aufs Klimacamp!

3. Testen – Testen – Testen!

Wenn ihr noch nicht über einen vollen Impfschutz verfügt oder von einer COVID-19-Erkrankung genesen seid: Bitte macht einen Antigen-Schnelltest, bevor ihr aufs Camp kommt! (Und kommt dann logischerweise nur bei einem negativen Ergebnis).

Nutzt bitte die öffentlichen Testmöglichkeiten in Stuttgart. Die Adressen findet ihr hier.

Für Menschen, die keine Möglichkeit hatten, im Vorfeld einen Corona-Test zu machen, wird es auch auf dem Camp im geringeren Umfang Testmöglichkeiten geben.

4. Bezugsgruppen

Wir bitten alle Teilnehmer*innen Bezugsgruppen zu bilden, welche auch Infektionsgemeinschaften genannten werden können und einem gemeinsamen Haushalt entsprechen. Das heißt, dass an Punkten, wo das Tragen einer medizinischen Maske oder einer FFP2-Maske oder das Einhalten von Abständen nicht möglich ist (z.B. beim Schlafen oder beim Essen), diese Gruppen sich nicht mit anderen Gruppen mischen

Dies bedeutet, dass an Punkten, wo das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes oder das Einhalten von Abständen nicht möglich ist, wie beim Essen oder beim Schlafen, sich die verschiedenen Gruppen nicht mischen.

5. Abstand

Grundsätzlich muss, wenn möglich ein Abstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Zu Passant*innen, die nicht das Klimacamp besuchen, ist entsprechend dem Versammlungsbescheid ein Abstand von 2 Metern einzuhalten.

Wenn dies nicht möglich ist, muss eine medizinische Maske oder eine FFP2-Maske getragen werden.

6. Medizinische Masken oder FFP2-Masken: Innerhalb der Versammlungszelte gilt eine durchgehende Verpflichtung zum Tragen einer Maske.

7. Desinfektion: Hoch frequentierte und aus hygienischer Sicht besonders relevante Orte werden mehrmals täglich desinfiziert.  Auch stellen wir Desinfektionsmöglichkeiten bereit und bitten darum, diese zu nutzen.

8. Corona-Infektionen auf dem Camp

Sollten Fälle auf dem Camp auftreten, müssen diese Menschen und ihre direkten Kontaktpersonen das Camp verlassen und sich umgehend in häusliche Quarantäne begeben. Für Menschen, die nicht aus Stuttgart kommen, steht ein Isolationszelt bereit, bis in Absprache mit dem Gesundheitsamt eine andere Lösung gefunden werden kann.

An dieser Stelle verweisen wir auf die generell geltenden gesetzlichen Bestimmungen zu meldepflichtigen Infektionskrankheiten, nach dem Infektionsschutzgesetz und der Coronaverordnung des Landes Baden-Württemberg.

9. Test nach der Abreise
Wir bitten alle Teilnehmer*innen 2-3 Tage nach Heimkehr einen Schnell- oder Selbsttest zu machen. Positive Ergebnisse bitte umgehend an corona@kesselbambule.de melden.

Inklusion und Barrierefreiheit

Wir arbeiten dran…

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