AWARENESS

Das verstehen wir unter Awareness:

Awareness bedeutet so viel wie Achtsamkeit oder Bewusstsein. Zum Beispiel für die Bedürfnisse anderer Menschen, für Ungerechtigkeiten und Ausgrenzung. Wir wünschen uns Räume, in denen sich jede*r wohlfühlt.

In der Gesellschaft, in der wir Leben wird Diskriminierung und sexualisierte Gewalt in vielen Fällen geduldet und strukturell wiedergegeben. Das bedeutet, dass es kein individuelles Problem ist und dass es keine Einzelfälle sind. Auch die Klimagerechtigkeitsbewegung ist davon nicht ausgenommen. Aber wir wollen diese Ausgrenzung und Gewalt hier nicht dulden. Wir haben Absprachen getroffen, was wir dagegen tun können. Das nennen wir unser Awareness-Konzept.

Wir wollen mit diesem Awareness-Konzept zum einen Aufmerksamkeit schaffen und zum anderen in Fällen von Diskriminierung und sexualisierter Gewalt unterstützen. Mehr dazu weiter unten.

Räume auf dem Camp:

Das Camp ist in verschiedene Bereiche Aufgeteilt. Es gibt einen Schlaf- und Zeltbereich. Dies ist ein drogenfreier Raum. Hier findet ihr auch das Awarenesszelt.

Im Campbereich gibt es einen Awareness-Infotisch und einen drogenfreien Ruhebereich. Hier kannst du hingehen, wenn du Ruhe brauchst. In allen nicht explizit drogenfreien Räumen gilt die Drogen-Policy des Camps. Bitte Fragen die Menschen um dich herum, auch bevor du ein Bier trinkst oder eine Zigarette rauchst.

Wer wir sind:

Wir? Damit ist das Awareness-Team gemeint. Wir sind Aktivist*innen. Wir haben verschiedene Erfahrungen gemacht. Wir haben uns vor dem Camp und darüber hinaus mit Awareness, Disrkiminierung und sexualisierte Gewalt beschäftigt.

Was wir machen:

Unterstützung nach Erfahrungen von sexualisierter Gewalt und Diskriminierung

Diskriminierung gehört leider zum Alltag vieler Menschen. Wir unterstützen Dich, wenn du sexualisierte Gewalt oder Diskriminierung erfahren hast oder gerade erfährst. Wir versuchen gemeinsam mit dir Deine Sicherheit auf dem Camp wieder herzustellen. Wir sind als Ansprechpersonen für dich da. Wir stellen Rückzugsräume bereit. Hier können Betroffene sich jederzeit zurückziehen.

Wir können kein langfristiges Unterstützungsangebot nach dem Camp bereitstellen. Gerne können wir bei Bedarf an weiterführende Unterstützungsangebote verweisen.

Emotionale Unterstützung nach Aktionen

Während Aktionen können emotional belastende Situationen entstehen. Deshalb ist es wichtig, dass ihr aufeinander achtet. Macht euch Gedanken über eure eigenen Grenzen. Manchmal kann die Bezugsgruppe das Erlebte nicht auffangen. Daher können Menschen, die emotionale Unterstützung brauchen, zu uns kommen.

Arbeit mit gewaltausübenden Personen

Unsere Arbeit richtet sich vor Allem an betroffene Personen. Totzdem können wir je nach Situation auch mit gewaltausübenden Personen arbeiten. Dabei werden die Bedürfnisse der betroffenen Person berücksichtigt.

Wo und wie du uns findest:

Wir sind zu bestimmten Uhrzeiten ansprechbar. Diese findest du am Infozelt. Du findest uns im Awareness-Zelt oder am Awareness Infotisch. Wenn wir auf dem Camp unterwegs sind erkennst du uns an den lila Armbinden. Wir sind für euch per Mail (awareness@kesselbambule.de) oder unter der folgenden Handynummer: (Wird kurz vor dem Camp veröffentlicht)